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ERFOLGSGESCHICHTE

Waschen, Schäumen, Spülen

Mit kontinuierlicher Bahnverfolgung entrindet und bestreicht ein Stäubli Roboter TX2-90 HE in einer Tiroler Bio-Käserei unregelmäßig geformte Käselaibe. Das fordert Tribut: Mindestens zweimal die Woche ist eine intensive Grundreinigung angesagt, die kein anderer Roboter überleben würde.

KUNDENVORTEILE

  • Sichere Einhaltung der Hygieneanforderungen
  • 500% schnellere Bearbeitung
  • Gleichmäßigerer Abtrag, weniger Abfall
  • Reduzierung körperlich belastender Arbeiten

AUFGABE

Automatisches Entrinden von Käse

In einer Tiroler Bio-Käserei entrindet und bestreicht ein Stäubli Sechsachser unregelmäßig geformte Käselaibe. Ein anspruchsvoller Job, der dem Roboter viel abverlangt. Der TX2-90 HE widersteht dauerhaft Intensivreinigungen mit Hochdrucklanze und aggressiven Medien, die für normale Standardroboter das sofortige Aus bedeuten würden.

Bis zu 650 Tonnen Bio-Käse aus bester Tiroler Heumilch reifen im 160 Meter langen, zehn Meter hohen Felsenkeller der Käserei Plangger im Tiroler Niederndorf. Besonders kräftezehrende Tätigkeiten erledigt seit Anfang März 2020 eine vollautomatische Roboterzelle. Hier übernimmt ein deckenmontierter Stäubli TX2-90 HE (HE für Humid Environment sprich Feuchtraumausführung) die komplette Entrindung von Bergkäselaiben sowie das Rundum-Bestreichen der sogenannten Sennkäse.

Früher wurde die harte Rinde manuell mit dem Schabeisen entfernt. Das hat rund 10 Minuten pro 600-Millimeter-Laib beansprucht und dem Mitarbeiter viel Kraft abverlangt. Heute erledigt das der Roboter und zwar genauer und wirtschaftlicher denn je.

LÖSUNG

Roboter fräst Rinde schnell und präzise ab

Dabei fräst der Stäubli Sechsachser die Rinde der ungleichmäßig geformten Käselaibe dank 3D-Bahnverfolgung sehr genau ab. Das Beste dabei: Mit einer Taktzeit von rund zwei Minuten pro Laib ist der TX2-90 HE etwa fünf Mal so schnell wie die manuelle Bearbeitung. Das Bestreichen der kleineren Sennkäselaibe erfolgt sogar im 20-Sekundentakt. Das sind rund 600 Kilogramm in der Stunde.

Für den ersten Prozessschritt, das Abfräsen der Käselaibe oben und seitlich, werden die Laibe automatisiert vom Band gegriffen und auf einem Drehteller mit Vakuumsauger abgelegt. Der Einsatz des Roboters beginnt stets mit der Laser-Vermessung des Laibes, denn kein Laib ist vollkommen gleichförmig und keiner gleicht dem anderen. Dann zieht der Fräser seine Bahnen. Dabei gleicht die Stäubli-Steuerung den Abstand des Werkzeugs zur Oberfläche in Echtzeit aus.

Für die Bearbeitung der Unterseite wird der Käselaib von der Handlingseinheit wieder zentriert gegriffen, geschwenkt und auf dem zweiten Drehteller abgelegt. Der Laservermessung folgen die Bearbeitung und das Greifen sowie Ablegen auf dem abführenden Förderband.

KUNDENNUTZEN

Output, Qualität und Hygiene auf Topniveau

Die im Lebensmittelbereich ohnehin hohen Hygieneanforderungen werden in Käsereien noch getoppt, denn hier kommen gezielt Bakterien und Keime zum Einsatz. Die Anlagenreinigung bei Plangger erfolgt deshalb mit fettlösenden, alkalischen und Milchstein-lösenden sauren Mitteln sowie mit 55 Grad heißem Wasser. Der Roboterzelle können die mehrmals wöchentlich notwendigen Reinigungsprozeduren mit der Hochdrucklanze nichts anhaben.

Die Stäubli-Sechsachser in HE-Bauart sind HACCP-konform und mit ihrem Hygienekonzept einzigartig. Deshalb sind die Roboter in Kombination mit lebensmittelverträglichem H1-Öl für den Einsatz mit direktem Lebensmittelkontakt alternativlos. Sie verfügen über eine besonders resistente Oberfläche sowie über die Möglichkeit zur Druckbeaufschlagung des Gehäuses. Dieser leichte Überdruck verhindert effektiv das Eindringen von Wasser und Reinigungsmittel. Waschen und Spülen mit fließendem Wasser ist für diese Roboter unproblematisch.

Im Vergleich zur manuellen Bearbeitung erzielen die Käserei mit dem Fräsen per Roboter wesentlich gleichmäßigeren Abtrag, sprich weniger Abfall. Entscheidend hierfür ist die genaue dreidimensionale Bahnverfolgung während des Fräsvorgangs.

In der messbaren Gesamtbilanz der Anlage schlagen der minimierte Materialabtrag und die kurze Taktzeit besonders positiv zu Buche.