Automobil Erfolgsstory

Ausnahmezustand in der Zelle

Kundenvorteile:
  • Kurze Bearbeitungszeiten
  • Einfaches Entgraten schwer zugänglicher Bereiche
  • Hohe Verfügbarkeit unter Extrembedingungen
  • Entgraten und Reinigen in einem Schritt

Aufgabe

Entgraten und Reinigen von Automotive-Präzisionsteilen

Mit innovativen Roboter-Entgrat-Zellen lassen sich Teile mit dem Wasserstrahl bei bis zu 2.000 bar entgraten und gleichzeitig reinigen. Herzstück der Anlagen sind Stäubli Sechsachser in HE-Bauweise, die mit den widrigen Bedingungen in der Zelle bestens zurecht kommen.

Maschinenbau Silberhorn hat sich mit der Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Anlagen in den Bereichen Hochdruck-Wasserstrahl-Entgrattechnik, Reinigungstechnik sowie Galvanotechnik einen Namen gemacht. Zu den besonders gefragten Produkten bei Silberhorn zählen die Roboter-Entgrat-Zellen REZ, die vorwiegend in der Automobilindustrie beim Entgraten von Werkstücken mit technisch anspruchsvoller Geometrie zum Einsatz kommen.

Je nach Werkstoff der Bauteile findet das Entgraten bei Drücken von 300 bar für Aluminium bis hin zu 2.000 bar für Edelstahlteile statt.

 

Lösung

Teilehandhabung mit dem Roboter unter Extrembedingungen

Aufgabe des Stäubli HE-Roboters in der Zelle ist die Handhabung der Teile. Der Sechsachser holt die bereitstehenden Teile ab, bewegt sie einer exakt vorgegeben Bahn folgend zum Entgraten und Reinigen über die Hochdruck-Wasserstrahldüse und legt die fertig bearbeiteten Teile wieder ab. Für die Roboter ist die Arbeit in den Zellen ein harter Job. Bei einem Wasserdruck von bis zu 2.000 bar herrscht in der Zelle Ausnahmezustand. Selbst der durch das zu entgratende Bauteil abgelenkte Wasserstrahl besitzt noch eine außerordentlich hohe kinetische Energie. Bei der Bahnprogrammierung ist deshalb peinlichst darauf zu achten, dass das Handgelenk des Roboters niemals den Wasserstrahl kreuzt und weitestgehend von Querschlägern verschont bleibt.

Um maximale Flexibilität der Zellen zu gewährleisten, können mehrere Entgratwerkzeuge in der Entgratkammer installiert werden, so dass sich der Rüstaufwand auf die Programmwahl im Bedienfeld reduziert. Alle Anlagenteile sind aus Edelstahl. Je nach Anlagengröße kommt entweder ein Stäubli TX90 he oder der größere RX160 he zum Einsatz. Die Zusatzbezeichnung HE steht für Humid Environment und kennzeichnet die Stäubli-Modelle, die für Applikationen unter Spritzwasserbeaufschlagung aufwändig modifiziert sind.  

 

Kundennutzen

Entgraten und Reinigen in einem Schritt

Das Hochdruck-Wasserstrahlentgraten vereint zwei entscheidende Vorteile: Zum einen lassen sich die Bauteile im Vergleich zu konventionellen Verfahren auch an schwer zugänglichen Stellen wie tiefen Bohrungsverschneidungen und Sacklöchern zuverlässig entgraten, zum anderen bewirkt die hohe kinetische Energie des Wasserstrahls eine hervorragende Reinigungswirkung. Ein minimaler Chemiezusatz verbessert die Reinigungswirkung und verhindert das Korrodieren der Bauteile.

Für die Roboter ist und bleibt der Einsatz ein echter Härtetest. Die Maschinen müssen über Jahre hinweg oftmals im Dreischichtbetrieb in ihren Edelstahlzellen bei 100 Prozent Luftfeuchte einwandfrei funktionieren und sind dabei ständig Spritzwasser ausgesetzt. Allein mit den HE-Robotern von Stäubli lassen sich unter diesen Bedingungen hohe Verfügbarkeit und Prozesssicherheit garantieren.

Die HE-Versionen sind standardmäßig in Schutzart IP65 ausgelegt, durch Verwendung einer Stäubli Überdruckeinheit lässt sich diese Schutzartklassifizierung noch steigern. Das Handgelenk der Maschine ist in IP67 gehalten und erlaubt das Untertauchen in flüssigen Medien. Hinzu kommt die vertikale Kabeldurchführung, bei der sich sämtliche Anschlüsse vor Spritzwasser geschützt unter dem Roboterfuß befinden.