Automobil Erfolgsstory

Hightech für klaren Durchblick

Kundenvorteile:
  • Hohe Prozesssicherheit unter Reinraumbedingungen
  • Präzise Beschichtung im μ-Bereich
  • Geringer Platzbedarf
  • Überragende Zuverlässigkeit im Schichtbetrieb
Stäubli RX160 Paint robots
Zwei RX160 paint überziehen die Abdeckungen der Autoscheinwerfer mit einer speziellen transparenten Antifog-Beschichtung.

Aufgabe

Antibeschlag-Beschichten von Scheinwerfergläsern

Schutzbeschichtungen von Scheinwerfer-Vorsatzscheiben aus Kunststoff sind heute ein Muss. Mit wegweisenden Lackierrobotern lassen sich transparente Schutzschichten in mikrometerdünnen Schichten unter Reinraumbedingungen prozesssicher aufbringen.

Die GfO, Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, hat sich auf die technische und optische Veredelung von Oberflächen spezialisiert und beschichtet Kunststoff-Formteile mit Metallen, Oxiden und transparenten Lacken. Rund 75 Prozent der Kunden kommen aus der Automobilindustrie. Nahezu alle renommierten OEM und Zulieferer nutzen die Möglichkeiten der von GfO entwickelten Beschichtungsverfahren Elamet und Sicralan, werden damit doch die Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen beinahe täglich erweitert. Gewichtseinsparungen, gesteigerte Wirtschaftlichkeit, erhöhte Unfallsicherheit sowie neue Freiheiten im Design heißen die Hauptgründe für den steigenden Anteil an Kunststoffteilen im Fahrzeugbau.

 

Lösung

Roboterbeschichtung unter Reinraumbedingungen

Dass man bei GfO nicht nur die Entwicklung wegweisender Beschichtungstechnologien beherrscht, sondern auch deren Anwendung, unterstreicht eine Anlage zur Aufbringung von transparenten Antifogschichten auf Frontscheinwerferabdeckungen aus Kunststoff. Die Sicralan AF Beschichtung wird je nach Bauteil in einer Schichtdicke von zwei bis sechs Mikrometern aufgetragen. Diese Schutzschicht verhindert zuverlässig die Tropfenbildung von Kondenswasser auf der Innenfläche der Vorsatzscheiben. Die Beschichtung muss unter Reinraumbedingungen stattfinden.

In der GfO-Beschichtungsanlage arbeiten zwei Stäubli Lackierroboter des Typs RX160 paint auf engstem Raum Hand in Hand. Die Scheinwerfer-Vorsatzscheiben fahren über ein Transfersystem in die Anlage. An definierter Position übernimmt einer der beiden Lackierroboter das Bauteil samt Aufnahmevorrichtung vom Transfersystem und fährt damit eine Reinigungsstation an. Der zweite Roboter holt die gereinigte Vorsatzscheibe an der Reinigungsstation ab und führt sie in exakt definierter Bahn vor einen Lackstrahl. Das Flutverfahren hat den großen Vorteil, dass es zu keinerlei Overspray kommt und der teuere Lack verlustfrei im Kreislauf geführt werden kann.

Das Schwenken der Vorsatzscheibe übernimmt der RX160 paint nach einem ausgeklügelten Bewegungsmuster. Die Präzision, mit der der Stäubli Lackierroboter hier zu Werke geht, führt zu einem optimalen Beschichtungsergebnis und das bei Schichtdicken von maximal sechs Mikrometer.

Nach der Beschichtung setzt der Lackierroboter das Teil in einer Parkposition ab, in der die Vortrocknung auf dem Programm steht. Anschließend holt der Handlingroboter die Vorsatzscheibe ab und übergibt sie dem Transfersystem zum Ausschleusen aus der Anlage.

 

Kundennutzen

Prozesssicherer Auftrag im μ-Bereich

Dank Robotereinsatz ist die Anlage maximal flexibel und kommt mit den rund 30 verschiedenen Varianten ohne Umrüstmaßnahmen bestens zurecht. Was man bei GfO neben der gekapselten Bauweise und der damit einhergehenden Reinraumtauglichkeit besonders an den Stäubli Industrierobotern schätzt, ist die Kompaktheit dieser Sechsachser bei gleichzeitig beeindruckender Reichweite und Traglast. Dadurch ließen sich das komplette Handling, die Vorreinigung sowie die Beschichtung auf engstem Raum realisieren. Zudem ermöglicht die überragende Bahntreue der Lackierroboter eine reproduzierbare Qualitätsbeschichtung im μ-Bereich.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Antifog-Beschichtungen und der guten Auftragslage im Automobilbereich läuft die Anlage im Drei-Schicht-Betrieb. Im Dauereinsatz zeigt sich die Qualität der Komponenten. Und auch in dieser Disziplin können die beiden Stäubli RX160 punkten. Ausfälle gab es hier noch nie. Die guten Erfahrungen mit den Lackierrobotern und dem Support durch Stäubli Robotics Bayreuth führen dazu, dass GfO auch bei künftigen Applikationen bevorzugt Stäubli Maschinen einsetzen will.