erfolgsgeschichte

NE-Metallrecycling 4.0 – mit 18 Robotern in einer High-Speed-Sortierlinie

Europaweit einmalig im Autorecycling: ein Autoschredder, der jede Stunde 300 Tonnen Karosserien verarbeitet. Und eine vollautomatisierte Sortieranlage mit 18 Robotern, die pro Stunde 90.000 wertvolle Metallteile in fünf Fraktionen klassiert. Dabei kommen 18 SCARA-Roboter von Stäubli zum Einsatz.

KUNDENVORTEILE

  • Wegweisendes Konzept für die Kreislaufwirtschaft
  • Vollautomatische Sortierung von NE-Metallen
  • Rückgewinnung wertvoller Metallanteile
  • Hoher Output
  • Robuste Automatisierung

AUFGABE

Vollautomatisches Sortieren der Nichteisen-Fraktion von geschredderten Autokarosserien

Im belgischen Obourg steht der größte Autoschredder Europas, der pro Stunde Autokarosserien mit einem Gewicht von 300 Tonnen verarbeitet. Auf dem gleichen Gelände findet sich auch Europas innovativste Anlage für das Sortieren von Nichteisen-Metallen. An der „Megapicker“-Linie sortieren 18 SCARA-Roboter von Stäubli vollautomatisiert die wertvollsten Metallanteile aus dem Schredder. 

Wenn der Großteil einer Autokarosserie zerlegt, geschreddert und in die Hauptmaterialanteile wie Stahl und Kunststoffe getrennt ist – dann bleiben die wertvollen Anteile der Nichteisenmetalle: Aluminium, Zink, Kupfer, Messing, Edelstahl. Sie wurden bisher unsortiert exportiert – zumeist nach Asien – manuell sortiert und aufgeschmolzen. Das ist nicht umweltfreundlich und die Materialien werden dem europäischen Wertstoffkreislauf entzogen.

Heute sieht das anders aus. Die Weltneuheit „Megapicker“ von Comet Traitement, ein Unternehmen, das in Obourg bei Mons/Belgien den größten Autoschredder Europas betreibt, sortiert vollautomatisiert mit achtzehn Robotern in einer Linie die geschredderten Nichteisenmetall-Teile so, dass sie sortenrein wiederverwendet werden können.

LÖSUNG

High-Speed-Sensorik, ein Förderband und 18 SCARA-Roboter

Entwickelt hat die Lösung der belgische Integrator Cylix. Herausgekommen ist ein intelligentes Sortiersystem mit schneller Detektionsfähigkeit und hoher Kapazität, das eine Kombination von verschiedenen Sensortechnologien nutzt. Mit den kombinierten Sensordaten ist der Werkstoff jedes Teils bestimmt und der Sortierweg ebenso.

Gleichzeitig gingen die Cilyx-Ingenieure eine zweite, mindestens ebenso komplexe Aufgabe an: Wie kann man 1.500 individuell und unregelmäßig geformte Metallteile pro Minute greifen und sortieren (das sind 90.000 Stück pro Stunde), die zwischen 20 g und 1 kg wiegen und zwischen 20 und 100 mm lang sind?

Die Antwort lautet: Man nehme einen 50 Meter langen zentralen Gurtförderer, treibe ihn mit einem Tempo von 1 m/s an, installiere 18 SCARA-Roboter vom Typ Stäubli TS2-100 und steuere diese Roboter nach dem Prinzip der Arbeitsteilung so, dass alle im 24/7-Betriebsmodus gut beschäftigt sind – und dass auch dank KI-gestützter kontinuierlicher Optimierung am Ende der Sortierstrecke nur minimale Materialmengen unidentifiziert und unsortiert bleiben.

Jede Minute greifen und sortieren die 18 Roboter wohlkoordiniert rund 1.500 unregelmäßig und unterschiedlich geformte Objekte. Bemerkenswert ist, dass die Roboter ohne Kameras oder Sensoren arbeiten: Die Steuerung sendet ihnen die x/y/z-Daten und den Winkel, in dem sie das Teil greifen sollen.

KUNDENNUTZEN 

Robuste Lösung mit Stäubli SCARA-Roboter

Damit haben die SCARA Roboter von Stäubli ein neues Aufgabenfeld erschlossen, in dem sie ihre Präzision und ihre robuste Konstruktion unter (Dauer-)Beweis stellen, im 24/7-Betrieb. Die Verantwortlichen von Comet sind sehr zufrieden. Grégory Lewis: „Wir rechnen mit einem ROI von fünf Jahren. Und die Industrie kann jetzt wertvolles Sekundärmetall nutzen – ohne Downcycling und innerhalb Europas.“

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