In dieser ersten Folge von Hydrogen Journeys with Stäubli befassen sich zwei Branchenexperten mit der entscheidenden Rolle von Normen und Vorschriften bei der Gestaltung des globalen Wasserstoffmarktes. Erfahren Sie, warum harmonisierte Sicherheits- und Interoperabilitätsregeln wichtig sind, wie Organisationen wie AFNOR und ISO den Rahmen setzen und was Unternehmen wissen müssen, bevor sie in den Wasserstoffsektor einsteigen. Außerdem erhalten Sie Insider-Einblicke in die Beiträge von Stäubli zu wichtigen internationalen Standards und ihre Vision für innovative Lösungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette.
Wenn Sie das Rückgrat des Wasserstoffeinsatzes verstehen möchten und warum er für die Zukunft der sauberen Energie unerlässlich ist, ist diese Episode ein Muss!
Hinweis: Der Original-Podcast ist auf Englisch, die nachfolgende Transkription wurde jedoch ins Deutsche übersetzt.
Willkommen zur ersten Folge von Hydrogen Journeys mit Stäubli, dem Podcast, der Sie auf eine Reise mitnimmt, um den Wasserstoffmarkt zu entdecken und einen seiner Hauptakteure, das Unternehmen Stäubli, kennenzulernen. In dieser Eröffnungsfolge werfen wir einen Blick auf den normativen Aspekt von Wasserstoff oder darauf, wie die Verabschiedung von Normen dazu beiträgt, den Wasserstoffmarkt zu strukturieren, vor allem in der Welt, aber auch in Frankreich. Und um darüber zu sprechen, freue ich mich, zwei Experten begrüßen zu dürfen, die beide bei Stäubli arbeiten: José Cardenas, Business Manager Alternative Fuels und Olivier Pastore, Assistant Manager in der Engineering-Abteilung. Guten Morgen euch beiden.
Hallo. Hallo und willkommen! In der heutigen Folge beginnen wir mit dem Thema "Wasserstoff" im internationalen Kontext. Olivier, starten wir mit dir. Kannst du uns erklären, warum die Standardisierung von Wasserstoff so wichtig ist?
Die Bedeutung der Wasserstoffstandardisierung liegt darin, international einheitliche Kriterien für Sicherheit, Interoperabilität und Ausrüstungsanforderungen festzulegen – angepasst an die jeweiligen Anwendungen. Dies schafft Vertrauen bei den Wasserstoff-Stakeholdern, optimiert Prozesse und reduziert gleichzeitig die Kosten.
Spannend! Lass uns noch tiefer in das Thema eintauchen. Wer legt diese Standards eigentlich fest? Kannst du etwas über die Rolle der nationalen Normungsgremien erzählen?
Jedes Land benennt ausgewiesene Experten im Bereich Wasserstoff, die an der Entwicklung von Normen mitwirken. Zum Beispiel wurde die Firma Stäubli von AFNOR, dem französischen Normungsgremium, als Experte für Schnellsteckverbinder in den Standardisierungsprozess eingebunden. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Normen zwar den Rahmen schaffen, aber erst rechtliche Vorschriften ihre Einhaltung verlangen und somit verbindlich machen.
Das war äußerst aufschlussreich. José, könntest du uns mehr über die rechtlichen Vorschriften erzählen?
Ja, die Vorschriften stützen sich auf die veröffentlichten Normen und verlangen die Einhaltung wesentlicher Kriterien, die einen sicheren Einsatz von Wasserstoff gewährleisten. Dabei stehen vor allem Aspekte wie Sicherheit und Interoperabilität, insbesondere im Bereich der Wasserstoffmobilität, im Fokus. Ein Beispiel hierfür ist die AFIR-Richtlinie der Europäischen Union, kurz für "Alternative Fuel Infrastructure Regulation". Diese Verordnung soll die Entwicklung von Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe entscheidend fördern.
Perfekt. Wenn Sie also eine Schlüsselbotschaft zu diesen normativen und regulatorischen Aspekten an unsere Prüfer weitergeben möchten, welche wäre das?
Man könnte sagen, dass die Standardisierung aufgrund der hohen Investitionen, die für die Produktentwicklung und die damit verbundenen Tests erforderlich sind, einen großen Einfluss auf Unternehmen im Wasserstoffsektor haben kann.
Bevor man mit der Herstellung von Wasserstoffanlagen beginnt, sollte man unbedingt die geltenden Normen und Vorschriften prüfen und dabei auch die wirtschaftlichen und menschlichen Auswirkungen berücksichtigen.
Was ich noch hinzufügen möchte: Der sinnvollste Ansatz ist, sich einer nationalen Normungsorganisation anzuschließen. Das ermöglicht es Unternehmen, den Entwicklungsprozess der Standards aus erster Hand zu verfolgen und aktiv daran mitzuwirken.
Ganz klar, danke euch beiden. Und nachdem wir das alles gesagt haben, können Sie uns Beispiele für wichtige Standards nennen, zu denen Stäubli beigetragen hat?
Als Experten für Schnellverbindungslösungen sind wir beispielsweise aktiv an der Entwicklung der ISO-Normen Nummer 17268 Teil 1 und 2 beteiligt, die die Kriterien für Betankungseinrichtungen für Fahrzeuge mit komprimiertem Wasserstoff vorschreiben.
Danke für dieses Beispiel. Dies führt logischerweise zu der Frage, welche Art von Wasserstofflösung Stäubli anbietet.
Seit fast 70 Jahren entwickeln wir bei Stäubli Schnellverbindungslösungen für die unterschiedlichsten Branchen und alle Arten von Flüssigkeiten.
Wir sollten weiterhin innovativ sein, um alle Anforderungen der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu erfüllen, sei es in der Produktion, Speicherung und Verteilung sowie bei verschiedenen End-of-pipe-Anwendungen.
Perfekt, aber verratet uns an dieser Stelle nicht zu viel. In einer zukünftigen Folge werden wir ausführlich darüber sprechen – speziell über den von Stäubli entwickelten Schnellsteckverbinder, der den sicheren Transport von Wasserstoff ermöglicht.
Vielen Dank euch beiden für eure wertvollen Einblicke. Sie geben uns ein klareres Verständnis für die regulatorischen Aspekte des Wasserstoffmarktes. Und ein großes Dankeschön auch an unsere Hörer fürs Einschalten! Verpassen Sie nicht unsere nächste Folge, in der wir uns auf spannende reale Anwendungsfälle konzentrieren werden.
Bis bald und bleiben Sie dran!