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Vermeiden Sie den Kreuzverbau von PV-Steckverbindern

Verbinden Sie nur Steckverbinder desselben Herstellers

Das Zusammenstecken von Steckverbindern verschiedener Hersteller in einer Photovoltaik-Anlage ist vergleichbar mit dem Einbau unkalkulierbarer technischer und rechtlicher Risiken oder versteckter Zeitbomben.

Nicht nur die Auswahl qualitativer Bauteile, sondern auch deren korrekte Handhabung ist entscheidend für die Rentabilität und Sicherheit einer Photovoltaik-Anlage. Daher ist es wichtig, bei der Installation und dem Anschluss der verschiedenen Elemente die technischen Zusammenhänge zu kennen, diese zu verstehen und die entsprechenden Vorschriften zu befolgen.

Es gibt keine etablierten Standards für Steckverbinderdesign und -technik im Bereich Photovoltaik, aber mit dem Steckverbinder MC4 von Stäubli (früher unter dem Namen Multi-Contact) ist ein Quasi-Standard gesetzt worden. Deshalb gibt es einige Hersteller, die nach eigenen Angaben „Stäubli-kompatible“ "MC4-steckbare" Komponenten herstellen. Wir unterstützen nachdrücklich die lokalen Richtlinien wie auch die internationalen Standards, welche den Kreuzverbau von Steckverbindern unterschiedlicher Hersteller untersagen. Ein Kreuzverbau ist unter keinen Umständen zulässig und kann schwerwiegende Schäden verursachen. 

Unsere eigene Erfahrung mit zahlreichen Vorfällen in über 20 Jahren und vor allem  Studien Dritter wie von SolarBankability, dem IEA PVPS Report „Quantification of Technical Risks in PV Power Systems“, eine Studie internationaler Wissenschaftler sowie die Stellungnahme des TÜV Rheinland, belegen eindeutig, dass der Kreuzverbau von Steckverbindern verschiedener Marken das technische, aber auch das rechtliche Risiko einer PV-Anlage signifikant erhöht. Zudem führt dies häufig zu Ausfällen von Steckverbindern, Leistungsverlust und Sicherheitsrisiken. Im schlimmsten Fall kann dieser Schaden sogar zu einem Brand führen. Solche Probleme wirken sich folglich negativ auf die Investitionsrendite (ROI) und die Stromgestehungskosten (LCOE) aus.

Selbst wenn das Steckgesicht beim Anschließen übereinstimmt, gilt dies nicht für die Kontakttechnologie im Inneren.

Anschlüsse eines bestimmten Herstellers haben ihre individuelle Steckerstirnfläche und abweichende Kontakttechnologie im Inneren. Außerdem unterscheiden sich Materialzusammensetzung der Kontakt- und Isolierteile sowie Produktionsverfahren, deren genaue Spezifikationen nur dem Hersteller bekannt sind.

Faktoren, die technische Inkompatibilität verursachen:

  • Technische Mängel und Materialfehler
  • Unterschiede in Produktionsprozess und Qualitätsstandards
  • Inkompatible Toleranzbereiche und dadurch unzureichende Dichtigkeit und mangelnde Kontaktkräfte 
  • Fehlende chemische Kompatibilität jeglicher Rohmaterialien (einschließlich Produktions- und Hilfsstoffe)
  • Veränderungen am Produktionsprozess unter Vernachlässigung ihrer möglichen Auswirkungen
  • Missachtung der Tatsache, dass Zertifizierungen und Normen für ein Produkt eines bestimmten Herstellers vergeben werden; diese sind nicht herstellerunabhängig

Folgen von Kreuzverbau

Internationale Standards

Die rechtlichen Grundlagen, welche Kreuzverbau ausschliessen:

  • Produktnormen (IEC 62852 (EN62852)) und UL 6703 beziehungsweise Modulnorm UL 1703)
  • Installationsnormen und lokale Vorschriften
  • Montageanweisungen des Herstellers

Derzeit gültige PV-Normen (IEC 60364-7-712:2017; QIJQ2.E343181) besagen, dass „Stecker und Buchsen [...] vom gleichen Typ und vom gleichen Hersteller sein müssen“ und dass die UL -Zertifizierung für Steckverbinder nur gilt, wenn Produkte aus derselben Produktfamilie zusammengesteckt wurden.

Aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen distanziert sich Stäubli davon, Komponenten von Drittanbietern, die als "MC4-kompatibel" beworben werden, miteinander zu verbinden. Wir bewerten den Kreuzverbau von Komponenten unterschiedlicher Hersteller als Sicherheitsrisiko.

Wir lehnen jegliche Teilnahme an Tests von unabhängigen Prüfinstituten ab, welche irreführend sind und fälschlicherweise Kompatibilität angeben. Auch halten wir die Bemühungen von Drittanbietern, die ihre Steckverbinderprodukte durch einen unabhängigen Dritten als „Stäubli/MC4-kompatibel“ verifizieren lassen, für unangemessen und nicht förderlich für die Photovoltaikindustrie. Wir haben keine Produkte von Drittanbietern als kompatibel mit dem Original MC4-Produktportfolio anerkannt und beabsichtigen auch nicht, dies in Zukunft zu tun.

Keine Zertifizierung

Es gibt keine Kompatibilität und keine (Produkt-)Zertifizierung im Kreuzverbau. In diesem Kontext gelten unterschiedliche Normen: Die Produktnorm für Steckverbinder ist IEC 62852 (EN62852). Wird z. B. ein Stecker von Hersteller A mit einer Buchse von Hersteller B verbunden, erlischt die Zertifizierung. Die UL 1703 STP Norm für Module verlangt von Herstellern, dass sie in ihren Modul- und Montageanleitungen die spezifischen Hersteller- und Modellnummern aller zulässigen PV-Steckverbinder aufführen, für die das Modul UL-gelistet ist und an die es angeschlossen werden kann. Dadurch können sich Installateure und Prüfer auf klare Anweisungen dazu stützen, welche Steckverbinder verwendet werden können.

Die neue Ausgabe der IEC 61730-1 schreibt vor, dass der am Modul installierte Steckertyp auf dem Etikett aufgedruckt wird, so dass der Installateur weiß, welcher Stecker für den Anschluss des Moduls verwendet werden kann.

Die Installationsnorm IEC 62548 legt fest, dass die in einer Photovoltaik-Anlage miteinander verbundenen Stecker und Buchsen vom selben Typ und Hersteller sein müssen.

Faktencheck einer irreführenden und gefährlichen Interpretation von Prüfberichten

Die Original MC4-Produktlinie